+32 (0) 87 76 58 50 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Autumn

Ratgeber

Die Umwelt, nachhaltige Entwicklung, Ökologie, kurz alles was irgendwie die Lebensqualität auf Erden beeinflusst, dafür interessiert sich BISA.

Sie können zwischen folgenden Rubriken wählen:

Ratgeber

Unkraut biologisch bekämpfen - Vernichten ohne Chemie

Unkraut ist in fast keinem Garten willkommen. Überall soll es ausgemerzt werden. Es gibt die unterschiedlichsten Methoden. Oft werden sie je nach Standort der Unkrautpflanzen eingesetzt. Es ist leichter, Unkraut zwischen Pflastersteinen und Terrassenplatten zu beseitigen, als im Rasen oder im Kiesbeet. 

Chemische Unkrautvernichter machen die Sache recht einfach, man sprüht sie auf die Pflanzen und sie sterben meist recht zuverlässig ab. Sie sollten nur im absoluten Ausnahmefall verwendet werden. 

Umstrittene Mittel

Round Up und Co. sind nicht umsonst so umstritten. Sie schädigen die Umwelt, Kleinstlebewesen und können auch für Mensch und Haustier gefährlich werden. Außerdem sind auch die Unkräuter nicht dumm und entwickeln Resistenzen gegen die Gifte. Sie werden wirkungslos gegen die Pflanzen, haben aber immer noch die selben negativen Auswirkungen auf die Umwelt.

Was ist biologische Unkrautvernichtung?

Bei der biologischen Unkrautvernichtung werden natürliche Feinde zur Reduktion einer Unkrautpopulation eingesetzt. Man will mit der Hilfe der Natur, durch ihre ökologischen Wechselbeziehungen, Unkraut in den Griff bekommen. Man arbeitet also mit der Natur und nicht gegen sie. 

Nutztiere

Die einfachste Form der biologischen Unkrautvernichtung bieten Nutztiere. Ein ganz einfaches Beispiel dafür: man hält sich ein oder mehrere Schafe und die fressen das Unkraut ab, bzw. die Blüten und Samen und so wird Unkraut reduziert. Es dauert meist eine gewisse Zeit, aber dann sind die Unkräuter durch den Stress so erschöpft, das sie verschwinden. Für die Methode der Abweidung von Unkräutern eignen sich neben Schafen auch Rinder, Pferde, Ziegen, Gänse und auch Enten. 

Im Erwerbsanbau werden weltweit auch Insekten genutzt, ob Käfer, Schmetterlinge, Gleichflügler und Hautflügler. Selbst Milben können gegen Unkraut helfen. Nematoden werden nicht nur gegen Schädlinge in der Natur eingesetzt, sondern auch gegen Unkräuter.

Bioherbizide

Bei dieser Methode werden große Mengen eines einheimischen Organismus über die vom Unkraut befallene Fläche verteilt. In der Regel sind es Mikroorganismen, die phytopathogen wirken. Noch gibt es nicht viele wirkungsvolle Produkte, aber ihnen gehört wahrscheinlich die Zukunft. Für den Hausgartenbereich ist da noch gar nichts erhältlich. Erforscht werden verschiedenste Pilze, Bakterien und Parasiten. 

Allgemeines

Es gibt noch andere Methoden, aber im Hausgarten sind sie alle nicht einsetzbar. Noch wird viel geforscht, um ein Mittel zu finden, was biologisch in den Haushalt der Unkrautpflanzen eingreift. Die Wirksamkeit ist das große Problem. Nicht jedes Unkraut ist durch ein Verfahren einzudämmen. Viele der Unkrautpflanzen haben sich in Jahrtausenden so gut angepasst, dass sie nur sehr schwer zu bekämpfen sind. Wenn es denn solche Mittel geben wird, werden sie wahrscheinlich immer nur gegen eine Pflanzenart gerichtet sein. Will man verschiedene Unkräuter bekämpfen, braucht man viele Mittel.

Unkraut ohne Chemie zwischen Terrassenplatten, Pflastersteinen und auf befestigten Flächen bekämpfen

Egal wie ordentlich man ist, Unkraut lässt sich nicht verhindern. Es wird immer wieder eingeschleppt und breitet sich gern maßlos aus. Manchmal kommt man mit der Bekämpfung kaum noch hinterher. Zwischen Platten und Steinen ist es meiner Meinung nach aber am einfachsten zu bekämpfen.

Kochendes Wasser

Unkraut, Moos und alles, was auf der Terrasse zwischen den Platten oder vor dem Haus zwischen den Pflastersteinen hervortreibt, kann mit kochendem Wasser bekämpft werden. Es wird direkt auf die Pflanze und in den Spalt, aus dem es herauswächst, gegossen. Meist reicht ein Schwupp Wasser, das die Pflanze ihr Leben aushaucht. Nach zwei bis drei Tagen liegt sie braun und tot da und kann abgekehrt oder bei größeren Exemplaren herausgezogen werden. Das geht alles recht schnell, ist nicht anstrengend, schadet außer dem Unkraut und manchmal den im Spalt hausenden Ameisen niemanden und kostet kaum etwas. Man muss da weder Salz noch Essig zugeben, was sowieso verboten ist auf befestigten Flächen, das simple Wasser reicht, einfach, weil es heiß ist. Mehr braucht es nicht.

Hochdruckreiniger

Wer große Flächen gepflastert oder ähnlich belegt hat, der kann einen Heißwasser-Hochdruckreiniger nutzen, auch ganz ohne irgendwelche Zusätze. Die Geräte sind allerdings teuer, aber vielleicht macht es Sinn, sich eines auszuleihen. Auch Kaltwasser-Hochdruckreiniger leisten schon gute Arbeit, das Unkraut wird durch den Druck aus den Fugen gespült und kann zusammengekehrt werden, bzw. wird es stark gelockert und lässt sich ganz leicht herausziehen.

Hitze und Feuer

Hier leisten Elektro-Unkrautvernichter und Brennstäbe mit Gaskartusche gute Arbeit. Bei der Abflammtechnik werden die Unkräuter erhitzt, um eine Denaturierung des Eiweißes in der Pflanze zu erreichen, das diese absterben lässt. Weitere thermische Verfahren zur Unkrautbekämpfung sind Infrarotverfahren, Mikrowelleneinsatz und Elektrizität, alles für den Hausgarten eher ungeeignet.

Unkraut auf dem Rasen, in den Beeten und den restlichen offenen Flächen im Garten

Unkraut auf offenen Flächen zu bekämpfen ist eindeutig aufwändiger als zwischen Steinen. Meist gibt es nämlich nebenan Pflanzen, die unbedingt überleben sollen. Kochendes Wasser, Hochdruckreiniger, Feuer und andere Methoden fallen schon mal weg. Salz und Essig dürfen auf offenen Flächen verwendet werden, aber auch hier besteht das Problem, dass Nachbarpflanzen auch abgetötet werden. Am besten ist immer noch Jäten, regelmäßig und gründlich. Das schadet niemandem, außer vielleicht dem eignen Rücken und ist effektiv. Wer größere Flächen hat, sollte sich etwas anderes einfallen lassen, ganz sicher gibt es Alternativen.

Manuelle Unkrautvernichtung 

Überall, wo die Heißwassermethode nicht funktioniert, wird bei mir schlicht und ergreifend gejätet. 
Am besten lässt sich Unkraut aus feuchten Böden ausreißen. Er ist dann lockerer. Ansonsten wird etwas gehackt, einfach alles aufgelockert, das Unkraut so weit unten es geht angepackt und ausgerissen. Wichtig ist, es mitsamt der Wurzel auszureißen, damit sich aus Wurzelresten keine neue Pflanze bilden kann. Es reicht, dass sich durch das Einschleppen von Samen immer neue Unkrautpflanzen bilden, da muss man nicht noch mehr bekommen, weil man nicht richtig jäten kann. 

Unkrautstecher oder Löwenzahnstecher

Ein Unkrautstecher hilft, das Unkraut an der Wurzel zu packen. Gerade solche Pflanzen wie Löwenzahn, die eine unheimlich lange Wurzel haben können, bekommt man mit diesem Gerät recht leicht und zuverlässig aus dem Boden. Man sticht direkt neben der Wurzel in den Boden, so tief es geht, bewegt das Werkzeug einige Male wie einen Hebel nach links und rechts, um den Boden zu lockern und zieht dann Wurzel und Stecher zusammen heraus. 

Alternativen

Man kann Unkräuter auch unterdrücken. So sind Bodendecker in Beeten gut geeignet, damit sich Unkraut nicht breit machen kann. Auch auf gemulchten Flächen haben es diese Pflanzen nicht leicht. Es werden deutlich weniger. Mulchen kann man auf verschiedene Art und Weise, es muss nicht immer Rindenmulch sein, den mögen nämlich einige Pflanzen nicht.

Fazit

Unkraut kann lästig sein. Mit der wirklich biologischen Bekämpfung im Haus- oder Kleingartenbereich wird es noch dauern. Gegen Schädlinge wie Blattläuse gibt es da schon gute biologische Mittel, bei den Unkräutern wird noch geforscht. Trotz fehlender biologischer Bekämpfungsmittel muss man jedoch nicht auf Chemie zurückgreifen.

Das Hochbeet

Hochbeete lassen sich sehr bequem bearbeiten, phantastische Erträge sind die Regel, durch die hohen Seitenwände wird es den Schnecken erschwert unsere Salatkulturen vor uns zu verzehren. Zusätzlich zu dem schneckenfreien Salat muss das rückenschonende Arbeiten und die tolle Optik erwähnt werden, die den Gemüsegarten zum Prunkstück im Garten werden lässt. Hochbeete sind und bleiben die beste Gemüseanbaumethode. Mit wenigen Tipps, die man beherzigen sollte, kann man ein solches auch ganz einfach selber bauen.

Bau

Gebaut wird das ganze aus Holz, aus Stein oder Metall. Problem bei Holz ist natürlich die Beständigkeit. Holz hält ja fast unendlich lange, wenn es konstruktiv richtig verbaut ist, was aber bei einem mit Erde gefülltem Hochbeet nicht so einfach ist. Bleibt Holz irgendwo ständig feucht, dann wird es nach wenigen Jahren moderig und faul. Ewig muss ein Hochbeet auch nicht halten, aber 20 Jahre möchte man es schon nutzen, bevor es zusammenfällt. Nach unten stellt man das Gerüst einfach auf Klinkerziegel oder Quadersteine. Es sollte aber immer Wasser ablaufen können. Ein Fundament ist für diesen Fall völlig übertrieben und macht später beim Entfernen nur Probleme. Nach innen legt man eine Noppenfolie ein, wie sie im Kellerbau verwendet wird. Wichtig ist es die Noppen dabei nach außen zu legen. Das Holz bleibt so belüftet und kann trocknen. Die Noppenfolie wird seitlich großzügig überlappt und nach unten bleibt das Ganze offen. Sollte man Wühlmausprobleme haben, kann man sich überlegen unten ein Gitter einzubringen, das sollte dann schon etwas stabiler sein. Ist das Hochbeet sehr lange sollten etwas stärkere Balken über die Länge genommen werden, damit sich das Hochbeet in der Mitte nicht auseinanderwölbt, aber ansonsten sind die Anforderungen an die Konstruktion minimal, weshalb man hier nach Lust und vorhandenem Holz beliebig arbeiten kann.

Füllung mit Strauchschnitt (Äste) oder Holzhäcksel, Kompost und MKG (Mutterboden-Kompost-Gemisch)

Nach dem Einlegen und Befestigen der Noppenfolie kommt unten jede Menge Äste oder grober Holzhäcksel 0–40 mm rein. Es ist erstaunlich wie viel hier reingeht wenn man das Ganze ordentlich verdichtet. Verzichten sollte man auf giftigen Pflanzenschnitt von Thuja und Eibe. Dann kommt eine Schicht feiner Holzhäcksel 0–15 mm darauf. Als nächstes kommt eine Lage grober Kompost 0–24 mm. Obendrauf sollte man mit feinem Kompost 0–15 mm oder besser noch mit einem MKG (Mutterboden-Kompost-Gemisch) auffüllen. Auch wenn es früher so üblich war, sollte auf Pferdemist verzichtet werden oder wollen Sie in Ihrem Gemüse Rückstände von Exkrementen haben? Die Füllung senkt sich jedes Jahr etwas auf Grund der Kompostierung des Strauchschnitts. So kann man oben jedes Jahr eine neue Schicht Kompost und/oder MKG auftragen, was weiteres Düngen unnötig macht.

Ergebnis

Phantastisches Wachstum aller Gemüsearten ohne Schneckenprobleme, rückenschonende Haltung und Besucherneidgarantie und viel Spaß bei der biologisch einwandfreien Ernte.

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen